Die millionenfache Flucht und Vertreibung von Deutschen zum Ende des Zweiten Weltkrieges aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und denjenigen Regionen Ostmittel- und Osteuropas, in denen es bis dahin eine teilweise jahrhunderte lange deutsche Besiedlung gegeben hatte, hat in jüngster Zeit verstärkte Aufmerksamkeit gefunden. Gleiches gilt für die Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen in die deutsche Nachkriegsgesellschaft.
Den erhöhten Anforderungen einer professionalisierten und weiterentwickelten Pflege, Bewahrung und Weiterentwicklung des ost- und sudetendeutschen Kulturerbes in Nordrhein-Westfalen soll mit einer Ausstellung und dazugehöriger Dokumentation Rechnung getragen werden, die die 1980 und mittlerweile überholte Schau „40 Jahre Arbeit für Deutschland, die Vertriebenen und Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen“ mit der dazugehörigen Dokumentation ersetzt bzw. fortführt. Dabei wird in einer aktualisierten Schau das Schwergewicht auf der Arbeit der Vertriebenen und Flüchtlinge in den letzten Jahren gelegt werden und die grenzüberschreitende, verständigungspolitische Kulturarbeit eine herausgehobene Bedeutung haben. Die Integration der Vertriebenen - als gelungenste Integration der deutschen Nachkriegsgeschichte - nimmt diesbezüglich einen hohen Stellenwert für die Bewältigung moderner gesellschaftlicher Konflikte ein. Bevor die Schau im Land auf Stellwänden gezeigt werden kann, wird sie der interessierten Öffentlichkeit im Internet zur Verfügung gestellt.


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